Mutige Agrarpolitik wählen!

Die Februar-Ausgabe der Unabhängigen Bauernstimme ist da! Im Monat der Bundestagswahl beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig damit, welche Themen aus der Sicht der bäuerlichen Landwirtschaft und des ländlichen Raumes auf dem Aufgabenzettel einer zukünftigen Bundesregierung stehen müssen. Der Tenor: „Treffen wir eine Wahl für eine mutige Agrarpolitik, die Bauern und Bäuerinnen, Klima, Tiere und Umwelt schützt und uns als demokratische Gesellschaft stärkt.“ Dazu ruft auch Xenia Brand, Bundesgeschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), in ihrem Kommentar auf: „Wir erheben den Anspruch, dass unsere Themen verhandelt werden, dass unsere Sorgen in der Politik Gehör finden. Wir müssen Solidarität höher stellen als Ausgrenzung, Zusammenhalt höher als Hass und Hetze.“ Ein Artikel beschäftigt sich mit fairen Lebensmittelpreisen und wirft dabei einen Blick auf das große Thema Wertschöpfung und Wertschätzung in der Landwirtschaft (übrigens Schwerpunktthema des aktuell neu erschienen Kritischen Agrarberichts!). Außerdem erklären vier Bäuerinnen und Bauern, woran sie eine zukünftige Agrarpolitik messen werden: Aus ihrer Sicht machen sie deutlich, welche agrarpolitischen Felder dringend beackert werden müssen.

Jedes Jahr im Januar hüpft in Berlin auf der Grünen Woche die Agrarpolitik auf die große Polit-Bühne - und die „Wir haben es satt!“-Demo bringt sie auf die Straße: 2025 zum 15ten Mal! Die Unabhängige Bauernstimme war dabei und gibt einen Einblick, was der EU-Agrarkommissar Christophe Hansen so vorhat, mit welch breiter Brust die Spitzen des DBV (Deutscher Bauernverband) auftreten, wie die Stimmung und vor allem die inhaltliche Auseinandersetzung auf der Demo war. Der Protestforscher Thomas Fickl verdeutlicht im Interview, welche Rolle für Bäuerinnen und Bauern die alltäglichen Erfahrungen, spontane Abwehrreflexe, verschiedene Arten von Betrieben und häufig fehlende Worte für die eigene, komplexe Situation die verschiedenen Protestformen und die Zustimmung oder Ablehnung für agrarpolitische Forderungen und Diskussionen beeinflusst.

Außerdem greift die Unabhängige Bauernstimme den aufgetretenen Fall von Maul- und Klauenseuche auf. Einmal mehr wird deutlich, dass Seuchenschutz-Politik und handelspolitische Maßnahmen zu einer schwierigen Gemengelage werden können.