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29.09.2014 11:54 Alter: 9 yrs
Kategorie: IG Nachbau Bauernstimme
Von: Unabhängige Bauernstimme 9/14

IG Nachbau in Frankreich

Treffen mit Saatgutaufbereitern in der Normandie


Am 08.05. fand die Jahreshauptversammlung der europäischen Saatgutaufbereiter in Frankreich statt. Die IGN war vertreten mit Franjo Dohle, Klaus Buschmeier, Anwalt Jens Beismann und Gerhard Portz. Bedauert wurde von allen Anwesenden, dass die Aufbereitung von Saatgut mehr und mehr durch die Züchter erschwert wird. Ein Hauptgrund ist die Verwendung von Hybridsaaten, die eben nicht wieder aufbereitet werden dürfen und somit nicht nachgebaut werden können. Es besteht zudem die Angst, dass die Züchter mit gentechnisch verändertem Saatgut und damit verbundener Patentierung den ganzen Markt unter sich aufteilen wollen. Die Versprechen die den Bauern beim Verwenden von diesen Variationen gegeben werden, sind in den seltensten Fällen zutreffend, da die Erträge anfangs höher ausfallen können. Jedoch wurden die zugrunde gelegten Koste nicht korrekt aufgelistet. Es wird beklagt, dass die Beratung der Landwirte durch Industrie und auch staatlichen Stelle die Interessen der Züchter und nicht der Bauern verfolgt. Sie argumentieren auch mit gesünderen unempfindlicheren Saaten. So haben die englischen Aufbereiter versucht eine Zulassung über die Aufbereitung von Hybridsorten als Nachbau mit den Züchtern zu erreichen doch da gibt es keine Chance auf Einigung. Die Dänen versuchen einen Schulterschluss mit den Züchtern und wollen Z-Saatgut aufbereiten. Hauptsache die Maschinen sind ausgelastet. Im Laufe des Tages wurden die Probleme mit Nachbausaatgut immer deutlicher. Ein französischer Aufbereiter geht davon aus, dass er in 5 Jahren seine mobile Anlage einstampfen kann, da Ihnen dann nicht mehr genug Liniensorten zum aufbereiten zur Verfügung stehen. So hat er jetzt in eine mobile Aufbereitungsanlage für Kartoffeln investiert. Der Vorsitzende Nigel Day sprach sich für eine weitere Zusammenarbeit mit uns aus. Denn die IGN hat das rechtliche Wissen, was in Zukunft immer wichtiger wird und sich erfolgreich das Recht für Nachbausaatgut zu erhalten. Er würdigte unsere Arbeit und hoffe, dass wir weiter gemeinsam streiten. Denn wenn wir das Recht an unserem Saatgut verlieren, dann gehen in Ihren Geschäften auch die Lichter aus. Als nächstes ist ein Treffen auf EU-Ebene in Brüssel angedacht. Als wir nachmittags durch das schöne St. Omer zur Besichtigung eines Aufbereitungsbetriebes gingen, kamen wir an der zerstörten riesigen Kathedrale vorbei. Es stehen nur noch die Fassade und einige Restmauern. Der 08.05. ist ja der Jahrestag der Landung der alliierten englischen und amerikanischen Streitkräfte gegen Nazi-Deutschland an der französischen Küste. In Gedanken sah ich schon die zerstörerische Kraft des 2. Weltkriegs und hielt mir die Hände vor den Kopf. Ich fragte die englischen und französischen Kollegen, ob wir Deutschen für die Zerstörung der Kathedrale verantwortlich gewesen seien, ein Stein fiel mir vom Herzen als die Franzosen sagten: „Das wart ihr nicht, die Zerstörung geschah während unserer Revolution.“ Alle lachten und sagten: „ Ihr seid nicht für alles Unrecht verantwortlich.“   Gerhard Portz, Sprecher IG Nachbau