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19.07.2021
Unabhängige Bauernstimme 7/21

Ein Preis fürs „Niemals aufgeben!“

Die IGN verleiht Georg Janßen den „Seed of Hope“-Award

Ein Preis gestiftet von Bauern, das müsse man sich mal vor Augen führen, das gebe es nicht so häufig, sagte Benny Haerlin, langjähriger Agrar- und Saatgutaktivist, „und dann ist der Preis auch noch für Dich erfunden worden.“ An einem sommerlich luftigen Nachmittag Ende Juni trafen sich in Niedersachsens Nordosten auf dem Hof von Bio-Kartoffelzüchter und -bauer Karsten Ellenberg Sprecher der Interessengemeinschaft gegen die Nachbaugesetze und Nachbaugebühren, AbLer, Wegbegleiter und Familie, um Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL und hier vor allem auch der Geschäftsführer der IGN mal ganz offiziell Danke zu sagen. Coronabedingt war es zwar nur ein kleiner Rahmen, aber doch ein würdiger. Vor allem IGN-Sprecher Gerhard Portz hatte die Idee, Georg Janßen mit einer richtigen Feier und Ehrung zu bedenken voran getrieben. Ein US-amerikanischer Künstler entwarf und schuf den „Seed of Hope“-Award, ein keimendes Samenkorn, als Ursprung allen bäuerlichen Schaffens, Friedrich Wilhelm Graefe zu Baringdorf, ehemaliger AbL-Vorsitznder und schon als Europaparlamentarier streitbarer Kämpfer für das Recht der Bauern und Bäuerinnen am Saatgut, hielt die offizielle Laudatio. Allerdings ließen es sich die IGN-Sprecher, wie auch einige der anderen alten Mitstreiter nicht nehmen, ebenfalls Anekdoten und Geschichten aus 20, 30 Jahre bäuerlichem Widerstand gemeinsam mit Georg Janßen zu berichten. „Alle beschreiben Dich immer so nett und freundlich, ich sage, Du bist stur und widerständig“, erklärte der offizielle Laudator augenzwinkernd, nur so habe sich in auch in der Frage des Nachbaus der Lobby der Konzerne etwas entgegen setzen lassen. Anneliese Schmeh, Gründungsmitglied der IGN, erinnerte einmal mehr an die Abendsitzung in Alternkirchen, alle wollten nach einem langen Tag AbL-Mitgliederversammlung eigentlich nur noch zu Bier und Wein. Aber nein, Georg bat bestimmt und keinen Widerspruch duldend für noch ein ganz wichtiges Thema in die Bibilothek unterm Dach. Adi Lambke, atomwiderstandserprobter Bauer aus dem Wendland, referierte seinen Unmut, Georg strukturierte und übernahm die Geschäftsführung. „Bauern haben immer gute Ideen, Georg ist dann der der es macht,“ brachte es Friedrich Ostendorff, AbLer und scheidender grüner Bundestagsagrarsprecher auf den Punkt. Und so musste Georg Janßen „es mal aushalten“, wie Josef Jacobi, auch ehemaliger AbL-Vorsitzender, sagte, dass er im Mittelpunkt stand und geehrt wurde. Die schöne Atmosphäre, die auf dem Hof durch die Gastfeundschaft der Familie Ellenberg, das leckere Essen guter Wein und Bier und die schon coronabedingt lockere Tischverteilung zu Stande kam, machte es ihm sicher leicht.