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15.10.2012

Der Kampf um Saatgutfreiheit ist eine große Herausforderung

Berlin, Lüneburg, den 15.Oktober 12. “Der Kampf um Saatgutfreiheit, um das Recht auf Nachbau von Saatgut, gegen Patente auf Pflanzen und für gentechnikfreies Saatgut ist eine der entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit, um den Hunger in der Welt zu besiegen“, so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und der Interessengemeinschaft Nachbau in einer Stellungnahme zum morgigen Welternährungstag. Janßen weiter: „900 Millionen Menschen leiden auf der Welt an Hunger, 37.000 verhungern jeden Tag. Derselbe Worl-Food-Report der UN-Welternährungsorganisation FAO, der diese Opferzahlen bekannt gibt, sagt, dass die Weltlandwirtschaft problemlos das Doppelte der Weltbevölkerung normal ernähren könnte. Hunger ist kein Schicksal, das vom Himmel fällt, am Hunger wird sogar noch verdient, wie die Spekulationen auf Nahrungsmittel zeigen. Damit muss Schluss sein. Wir brauchen einen politischen Aufstand des Gewissens, um zu Veränderungen zu kommen. Der Weltagrarbericht zeigt den Weg dazu: Der freie Zugang zu Land, zu Wasser, zu Bildung und auch zu Saatgut bekommt eine herausragende Bedeutung, um die Welternährungslage zu verbessern. Während der Europäische Pflanzenzüchterverband (ESA) in diesen Tagen sein Jahrestreffen in Brüssel veranstaltet und sich die Veranstaltung vom multinationalen Gentechnikkonzern „Syngenta“ bezahlen lässt, kämpfen Bäuerinnen und Bauern weltweit um das Recht auf Nachbau ohne Nachbaugebühren, ohne Patente auf Pflanzen und für gentechnikfreie Landwirtschaft. Prominente Unterstützung erhalten wir durch die alternative Nobelpreisträgerin Vandana Shiva aus Indien, die gerade ein weltweites „Seed Freedom-Projekt“ gestartet hat, mit dem durch vielfältige Aktivitäten und Aktionen das Thema Saatgut auf die politische Tagesordnung gesetzt werden soll. In einem globalen Report wird auch über den Kampf der Interessengemeinschaft Nachbau in Deutschland berichtet, mit der wir seit 1998 politisch und rechtlich für das Recht auf Nachbau von Saatgut erfolgreich streiten. Wir werden nicht zulassen, dass durch eine geplante Reform des EU-Sortenschutzgesetzes die Nachbauregelung zugunsten der Züchter und zu Ungunsten der Bauern verändert wird. Dies werden wir auch in Gesprächen mit Agrarexperten der Bundestagsparteien in Berlin in dieser Woche deutlich machen. Für den 30.November 2012 rufen wir mit vielen Verbänden zu einer Großdemonstration in München zum Europäischen Patentamt auf, um gegen Patente auf Pflanzen und Tiere, für gentechnikfreie Landwirtschaft und gentechnikfreies Saatgut ein deutliches politisches Signal zu setzen.“ V.i.S.d.P.: Georg Janßen, Heiligengeiststraße 28, 21335 Lüneburg. T.04131- 407757, Mobil: 0170-4964684 www.ig-nachbau.de